Aktienanteil 100 – Alter? (Teil 2)

Für Ihre Lebensführung (laufende und Einmalausgaben) benötigen Sie Geld, das Sie vom Vermögen abzweigen müssen. Wieviel Sie hierfür benötigen, sollten Sie in einer Planung für die jeweils nächsten sieben bis zehn Jahre abschätzen und noch ein bisschen (vielleicht 20%) draufpacken, zur Sicherheit. Von diesem Betrag ziehen Sie den Deckungsbeitrag für das nächste Jahr ab und legen diesen entweder in jeweils 3-Monats-Festgeld (lohnt wegen der geringen Verzinsung kaum) an oder deponieren diesen Betrag auf Ihrem Giro- oder Tagesgeldkonto. Dieser Teil soll „Kurzfristige Anlage“ genannt werden. Der verbleibende Betrag für die Lebensführung soll „Mittelfristige Anlage“ und der restliche Teil „Langfristige Anlage“ genannt werden.
Der verfügbare Betrag der „Mittelfristigen Anlage“ würde ich an Ihrer Stelle „sicher“ anlegen. „Sicher“ bedeutet, dass auf Sicht von etwa zwei bis fünf Jahren kein Wertverlust vermutet wird. Grundlage für diese Schätzung sind die Daten der Vergangenheit und die persönliche Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung der Volkswirtschaften, Märkte und Assetklassen (Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, Währungen, Technologien usw.). Die „sichere“ Anlage kann je nach gusto Tagesgeld oder ein ETF mit Staats- oder Unternehmensanleihen oder ein offener Immobilienfonds (natürlich als ETF) mit Schwerpunkt Europa sein. Wer das Risiko der Wechselkurse minimieren möchte, sollte sich Renten- / Immobilienfonds mit Schwerpunkt Euroraum ansehen oder noch eingeschränkter mit Schwerpunkt Deutschland. Um das Risiko dieser „Mittelfristigen Anlage“ weiter zu reduzieren, kann man mehrere Renten- und Immobilienfonds der verschiedenen Klassen kaufen, am einfachsten zu gleichen Teilen dieser Anlage.
Der Rest des Vermögens ist frei, das heißt nach aktueller Planung wird es in den nächsten mindestens sieben bis zehn Jahren nicht benötigt. Dieser Teil des Vermögens soll „Langfristige Anlage“ genannt werden.
Planen Sie, Ihren Lebensabend in einem Euroland zu verbringen, würde ich die „Langfristige Anlage“ nur in einen solchen ETF-Indexfonds anlegen, der Wertpapiere von Unternehmen im Euroland beinhaltet. Dadurch werden Wechselkursrisiken minimiert. Ganz auszuschließen sind Wechselkurrisiken in unseren global vernetzten Volkswirtschaften nicht, weil auch die Unternehmen in Fremdwährungen fakturieren und damit diese Risiken implizit in den Wertpapieren mit enthalten sind.

 Diese Betrachtungen sollten jährlich wiederholt und die Investmentstruktur der Lebensplanung und dem Gewinn / Verlust der jeweiligen Anlage entsprechend angepasst werden.

Gibt es eigentlich eine objektive Quote von riskanten und sicheren Anlagen in einem Depot? Und wenn ja, wie hängen beide Komponenten zusammen? Kann man diese Quote berechnen und wenn ja, wie? Gibt es dafür eine Website? Dazu mehr in einem der folgenden Blogs mit dem Stichwort „Vermögensstruktur“.

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Autor: maweroblog

Dr. Ing. Dieter Sebastian Oberweg 25 82024 Taufkirchen mawero@gmx.de Ich bin promovierter Informatiker i.R und langjähriger freier Finanzanalyst. Meine Websites findet man unter www.mawero.de und www.mawero.com. Reale Portfolio sind auf https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0mawero1 publiziert. Bevor Sie jedoch in die entsprechenden börsengehandelten, teilweise besicherten Zertifikate investieren lesen Sie bitte sorgfältig alle Informationen zu den Wikifolios und Zertifikaten. Ich selbst bin in diesen Zertifikaten und Wertpapieren investiert.

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